Amt für Digitalisierung,
Breitband und Vermessung 

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Erschienen am: 14.03.2018

Das war die InfoVerm 2018

32. Informationsveranstaltung der Bayerischen Vermessungsverwaltung

Audimax der TU München bei der InfoVerm 2018

Etwa 600 Besucher kamen zur 32. Informationsveranstaltung der Bayerischen Vermessungsverwaltung (InfoVerm) am 12. März 2018 ins Audimax der Technischen Universität München

Zur 32. InfoVerm begrüßte Peter Schramm, Vizepräsident des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV), über 600 Besucher aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung im Audimax der Technischen Universität München. Er gab einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und Aufgaben des LDBV – von der Eröffnung weiterer BayernLabs in diesem Jahr über die UTM-Umstellung bis zum neuen Digitalen Orthophoto ohne Umklappeffekte.

Wie die Nutzung von Digitalen Orthophotos die Arbeit von Ingenieurbüros erleichtern kann, erläuterte Helmut Wenninger, Geschäftsführer der Wenninger Geoinformatik/CADdy Geomatics GmbH. Exaktes Karten- und Datenmaterial wie das Digitale Orthophoto oder die Digitale Flurkarte sind demnach bei der Planung von Flugrouten hilfreich, um die strengen Vorgaben und Flugbeschränkungen der neuen Drohnenverordnung einzuhalten.

Über den eGovernment-Ausbau in Bayern berichtete Christian Markl vom Servicezentrum eGovernment des IT-Dienstleistungszentrums (IT-DLZ) in Marktredwitz. Über die Plattform des IT-DLZ können selbst kleine Gemeinden ohne IT-Kenntnisse elektronische Verwaltungsverfahren durchführen.

Kriegsluftbilder aus dem Luftbildarchiv des LDBV werden von der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH genutzt: Sabrina Korzetz erklärte, wie speziell ausgebildete Luftbildinterpreten bei der Klärung von Kampfmittelsituationen auf Grundstücken im Hinblick auf Blindgänger, Bombentrichter etc. vorgehen.

Wie Hundetoiletten oder Straßenlaternen über NFC-Chips gewartet werden können, erläuterte Sebastian Seitz von der EineStadt GbR – das Augsburger Start-Up unterstützt Kommunen bei der Digitalisierung. Dessen SmartCity-Lösung erleichtert nicht nur die Verwaltung kommunaler Besitztümer, sondern integriert auch den Bürger, der z.B. eine defekte Laterne melden kann.
Mit drei Vorträgen folgte am Nachmittag ein thematischer Schwerpunkt zur Umstellung auf das neue Bezugs- und Abbildungssystem UTM zum Jahreswechsel 2018/2019.

Dr. Thomas Peters, Referatsleiter am LDBV, berichtete über die Auswirkungen für die Kunden und Nutzer der Geobasisdaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung (BVV): Alle Daten und Produkte werden nach der Umstellung in UTM abgegeben. Die meisten Daten können jedoch während eines Übergangszeitraums von einem Jahr auch noch in der bisherigen Form mit GK-Koordinaten bezogen werden. Für die Transformation einfacher Koordinatenlisten wird es ein Online-Transformationstool geben.

Helmut Reichenstetter von der Stadt Ingolstadt beleuchtete die UTM-Umstellung aus Sicht der Kommune: vom derzeitigen Datenbestand über die Festlegung der Zuständigkeit in der Verwaltung bis zu Wünschen zur UTM-Umstellung an die BVV.

Abschließend berichtete Dr. Peter Wasmeier von der TU München über die Reduktionen im UTM-System in der ingenieurgeodätischen Praxis. Vielerorts bisher vernachlässigte Reduktionen müssen nach der Umstellung von GK auf UTM künftig berücksichtigt werden.


Alle Vorträge finden Sie zum Nachlesen unter www.geodaten.bayern.de

Ausblick: Die InfoVerm 2019 findet am Mittwoch, 10. April 2019, im Audimax der Technischen Universität München statt.



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